25 / berlin / filmwissenschaft / trotzdem keine ahnung

2025
Wes Anderson macht, was er immer macht. Aber wen beeindruckt das überhaupt noch? Meine ganze Abrechnung gibt es hier: https://wp.me/pfqcrf-7H
Wes Anderson macht, was er immer macht. Aber wen beeindruckt das überhaupt noch? Meine ganze Abrechnung gibt es hier: https://wp.me/pfqcrf-7H
Warfare macht über weite Strecken vieles richtig, aber scheitert am Ende dennoch krachend am eigenen Anspruch ein Antikriegsfilm zu sein. Warum das so ist, habe ich auf meinem Blog erläutert: https://achsspruenge.wordpress.com/2025/04/25/warfare-kein-antikriegsfilm/
Es ist ein riesen Haufen Kitsch, aber am Ende geht der Versuch für mich auf. Die Geschichte als ein Nebeneinander zu erzählen erscheint mir ein Trend unserer Zeit zu sein. Vielleicht ist das der Weg, wie wir aus unserer Gegenwart noch Sinn machen können - durch die bewegende Erkenntnis, dass genau an dem Punkt wo wir stehen schon so viel vor uns war, bis zu den Dinos und das auch nach uns noch so viel kommen wird, aber es iert alles gleichzeitig. Von Graf über Petzold, hin zu Ryan Coogler und Robert Zemeckis, finde ich jeden Versuch, dieses Zeitverhältnis filmisch darzustellen, wirklich interessant.
Ein Sommer an der Ostsee, traumhaft schön, wie Rohmer es inszenieren würde. Doch Petzold weiß, du kannst den Sommer nicht mehr so zeigen wie vor 30 Jahren. Unter der Oberfläche brodelt es. Was für ein Film. Am Ende geht die Welt zu Grunde und wir sehen es nicht kommen.